Kleine Alpentour 2014

Geschrieben von Christian Achnitz.

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Abschluss der Tour am Rheinfall
Keineswegs ein R(h)einfall war die Kleine Alpentour 19.-22.06.2014 an den Genfer See. "Klein" war nur der Name und der Anteil der Strecke in den Alpen, groß dagegen der Bericht, der Genuß und das Erlebnis.


Leitung und Tourenplanung: Armin Huber
Bericht: Christian Achnitz
Teilnehmer: Armin Huber, Karen Petersen, Heinrich Fröhlich, Matthias Küchler, Resi Zepf, Joachim Zepf, Jürgen Hengst, Friedhelm Zeiß, Christian Achnitz, Harald Holbach, Martin Koch und Angela Schmidt
Bilder: Armin und Christian ext link in höherer Auflösung auf Picasa
Strecken auf ext link GPSies

 

 Tag 1 Tuttlingen – Solothurn (170 km)

In aller Morgenfrische traf ich mit der Hälfte der Pfeiler am Hbf TÜ zusammen. Wir planten, mit der Bahn nach Geisingen zu fahren, um dort mit der anderen Hälfte zusammenzutreffen. Das schöne Wetter, das verlängerte Wochenende und das Southsite-Festival bewirkten aber, dass unser Anschlusszug in Tuttlingen proppenvoll war und wir nicht mehr mitfahren durften. So änderte unser Tourenführer Armin kurzerhand den Plan und wir starteten unsere 4 Tages-Alpenradtour in Tuttlingen. Etwas mulmig war mir, wie es mir auf den vier Tagen ergehen wird: mein Rücken machte mir Probleme und ich hatte in dieser Saison nur Kurzstrecken unter 100 km in den Beinen.
Auf der Fahrt im Donautal Richtung Geisingen stießen Friedhelm, Resi und Joachim zu uns. Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und angenehmen Temperaturen radelten wir auf kleinen Sträßchen durchs idyllische Donautal. Unser erstes touristisches Highlight war ein ausgetrocknetes Bachbett, die Donauversickerung bei Immendingen.
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Donau-Versickerung bei Immendingen
An dieser Stelle fließt das meiste Wasser der Donau (in unserem Fall das ganze Wasser!) statt in seinem Flußbett 12 km in unterirdischen Höhlensystemen, um in der Aachquelle – die größte Quelle Deutschlands – als stattlicher Fluß zu Tage zu treten (sehr schön, lohnt einen Besuch!). Die Aach mündet nach kurzem Lauf in den Bodensee. So entsteht die kuriose Situation, dass ein großer Teil des Donauwassers dem Rhein zufließt ist und dabei die europäische Wasserscheide unterirdisch überwindet.
Wir radelten im Donautal und im Tal der Feldbergdonau nach Blumberg. Am Ende der letzten Eiszeit vor 25000 Jahre floß hier das Schmelzwasser des Feldberggletscher zum Hauptfluß der Donau beim jetzigen Geisingen. Erst danach suchte sich das Wasser des Feldberggebietes einen neuen Verlauf und floß vor Blumberg nach Süden Richtung Rhein. So entstand ein spektakulärer Geländeabfall mit einem tiefen Einschnitt der Wutach, in den wir nach einem kleinen Anstieg bei Zollhaus mit Karacho den Berg runter rasten. Kurz danach kam der erste Anstieg mit der Kulisse des Randen im Hintergrund und der Grenzübergang vor Beggingen in die Schweiz.

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Sofort stellte sich das eigentümliche Gefühl bei mir ein, dass ich jedes Mal habe, wenn ich in die Schweiz fahre: ein warmes Gefühl von heimeliger, schöner, heiler Welt und ein Befremden über ein Übermaß an geschleckter Spießigkeit. Die Straßen und Wege waren so sauber, als ob sie vor kurzem mit dem Staubsauger gereinigt worden wären. Der erste längere Anstieg hinauf zu den Berghöfen wurde durch eine spektakuläre Aussicht nach Süden Richtung Rheintal und Aargau belohnt. Außerdem bekamen wir bei unserer ersten Verpflegungspause aus unserem Begleitfahrzeug – dem tollen Luxus-VW-Bus von Karen und Klaus – von unserem ersten Fahrer Harald allerlei Köstlichkeiten serviert und vom Meister des Einkaufes Matthias als krönenden Abschluß gekühlte Schokoküsse serviert.
Kurz danach fuhren wir auf einer schmalen Straße in einem Kaff direkt auf eine Holzpalisade zu, offenbar eine Sackgasse. Meister Armin hat jedoch hier eine asphaltierte Fortsetzung entdeckt, gleich auf der anderen Seite der Palisade, durch die wir uns nacheinander durchgezwängt haben.
Kurz danach sahen wir im Westen dunkle Wolken aufziehen. Wir fuhren genau drauf zu. Beim Anstieg hoch nach Küssaberg knickte die Route nach Süden ab. Ich spürte leichte Panik in mir aufsteigen, da ich ein bekennender Schönwetterradler bin und Kachelmann mir für diesen Tag schönes Wetter versprochen hatte. Getrieben von der Hoffnung, der Wolke wegfahren zu können, fuhren wir in Zurzacgh über den Rhein in flottem Tempo den Berg hoch, aber es half nicht.

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Oben mussten wir die Regenjacken anziehen und ich still leiden. Zum Glück hörte der Regen bald auf und wir rollten auf trockenen Nebenstraßen runter ins Aaretal.
Unser Cityguide Armin zeigte uns auf einem kleinen Abstecher die schöne kleine Altstadt von Brugg. Nach der zweiten Verpflegungsrast und dem Fahrerwechsel (Resi steuerte nun den VW-Bus) tauchten rechts die ersten Felskränze des Schweizer Jura auf.
Nach einer längeren Durststrecken auf viel befahrenen Straßen durch dicht besiedeltes Gebiet kam ein erholsamer längerer Anstieg auf schönen kleinen Nebenstraßen nach Biberstein, der uns einen schönen Blick aufs Aaretal brachte.
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Kurz vor unserem Etappenziel kam Hubersdorf, benannt nach Armin Huber.
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Hubersdorf
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Solothurn
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Solothurn

Dann rollten wir runter nach Solothurn durch das mächtige Stadttor hinein in die wunderschöne barocke Altstadt, laut Armin die schönste der Schweiz. Nach ein paar Kurven erreichten wir die Juhe, die direkt an der Aarepromenade liegt.
Die in der Ausschreibung von Armin als kleine und mittlere Anstiege etwas harmlos klingenden Berge summierten sich auf unserer ersten Etappe nach Solothurn auf insgesamt 1500 HM. Alle Pfeiler sind dennoch gut durch die erste Etappe gekommen und waren froh, am Ziel zu sein. Mein unterer Rücken fühlte sich besser an als am Morgen. Nach dem schlichten, aber leckeren Abendessen flanierten wir durch die Solothurner Altstadt und genossen die lebendige Atmosphäre auf den beiden Ufern der Aare bzw. in der Eisdiele, die eine andere Pfeilergruppe aufsuchte.

Vor der Juhe trafen wir dann wieder zusammen, um die lokalen Biere zu testen. Die Solothurner Öufi-Biere (dunkel und hell) waren lecker. Der Juhe-Wirt gab uns noch eine neue Bierspezialität, ein Kräuterbier der Appenzeller Brauerei Locher. Aus dem Mekka des Bieres, dem Frankenland stammend, probierte ich das Bier voller Neugier. Es schmeckte befremdlich nach einer Mischung aus Waldmeister (Berliner Weiße grün) mit einem Schuß Red Bull und verlangte nicht nach Wiederholung. Etwas skeptisch ob der möglichen Nebenwirkungen des Gebräus gingen wir ins Massenlager der Juhe.

Tag 2: Solothurn – Montreux (130km; mit Abstecher Sonchaux 150km)

Bei herrlichem Sonnenschein und makellosem Himmel frühstückten wir im freien vor der Juhe.

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Über schöne Straßen mit tollen Blick auf die Kette des immer höher werdenden Juramassivs im Westen rollte der Pfeilexpress mit einem Tempo von 30-35 Richtung Murten. Hier gab es prallvollhängende Kirschbäume und andere Leckereien direkt ab Hof zu kaufen. Wir fuhren offenbar durch den Obst- und Gemüsegarten der Schweiz. Kurz darauf kam rechts eine Scheune mit einem gelben Verkaufsschild. Dort wurde ein Grümpuchibumbi angeboten. Erschüttert von diesem mysteriösen Gebilde urtümlicher Sprachgestaltung versuchte ich, über Gespräche das Erlebte zu verarbeiten. Außer mir hatte nur Heiner die gelbe Tafel wahrgenommen. Keiner, den ich drauf ansprach, wusste, was Grümpuchibumbi ist. Alle reagierten aber zunächst mit „ Hä?“ und brauchten mehrfache Wiederholung des Wortes, um es zu erfassen. Heiner vermutete, es könnte mit der schwäbischen Krombire zu tun haben und sich um eine regionale Kartoffelsorte handeln. Eine andere Theorie von Jürgen und Heiner sahen in der Endung bumbi die ortstypische Bezeichnung für Bunga-Bunga, also eine Art alpenländischen Schwingerclub. Wir erhofften uns mehr Erkenntnisgewinn durch die mit gutem W-LAN ausgestattete Juhe in Montreux, aber Google kannte Grümpuchibumbi leider nicht.
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In Aarberg, einen entzückenden Bilderbuchstädtchen mit gewaltiger Holzbrücke über den Aarekanal, versuchte Harald, in der Apotheke etwas gegen seine Fußschmerzen zu bekommen, die ihn nach einer Zeit des Radelns plagten. Der nächste Stopp war ein von Joachim sehr schön gewählter Parkplatz unter schattigen Platanen mit Blick auf den Murtener See, an dem wir uns stärkten und erfrischten. Danach ging es hügeliger und ziemlich heiß meist in praller Sonne über meist schöne kleine Sträßchen weiter Richtung Genfer See. Wir sahen uns in Avenches ein großes römisches Theater an. Hier begann auch die französischsprachige Schweiz. Sofort fiel auf, dass die Fassaden bröckeliger, der Belag löchriger und mehr herumlag als in der Deutschschweiz. Auf der Weiterfahrt stoppten wir, um eine tolle Burg mit Bärenwappen zu bewundern, die stolz über dem Tal prangte. Die letzte Verpflegung gab es dann unter einem schattigen Baum kurz vor der Abfahrt zum Lac Leman.
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Murtener See
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Über derm Tal der La Broye
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Avenches
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Nach einer langen und rasanten Abfahrt hielten wir, um den grandiosen Blick auf den größten Sees Europas zu genießen. Zwischen den Weinterrassen rollten wir auf halber Höhe über dem See weiter, bis ein heftiges Zischen in meinem Vorderrad meine Fahrt stoppte. An der schönsten Stelle der Etappe wechselte ich gut gelaunt und unterstützt von Heiner den erst ein paar Tage vorher eingebauten Schwalbeschlauch, der am Ventil ohne Mantelschäden eingerissen ist. Der Kommentar der anderen Pfeiler: Conti und nichts als Conti.
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Erster Ausblick auf den Genfer See
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Die Pfeilvorsitzenden überm Genfer See
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Radweg überm Genfer See
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Die Gabel in Vevey

Danach rollten wir bei Vevey ans Ufer des riesigen Sees und staunten über eine monumentale Gabel, sponsort by Nestlé, die hier Ihren Firmensitz hat. Die restlichen km flanierten wir genussvoll an der Uferpromenade bis zur Juhe.
Dort checkte ein Teil ein, ein anderer fuhr zur Bergvariante mit Armin zur Auberge de Sonchoux, ein 900 HM Anstieg mit 12 % Steigung.
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Da sich meine Beine zunächst gut anfühlten, machte ich den Fehler, um mit Jürgens Tempo den Berg hochzurollen. Das rächte sich auf der zum Glück oben schattigen Straße. Der letzte km war dann wieder in der prallen Sonne mit bis zu 15 % Steigung. Oben kam ich platt, aber häppy bei Jürgen an und freute mich an dem überwältigenden Tiefblick auf den Genfer See. Wir begrüßten die nacheinander eintreffenden Bergbezwinger Resi, Angela, Armin und Karen. Martin bekam einen Sonderapplaus, der den „Stinker“ mit eiserner Willenskraft bezwang.

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Einkehr mit Ausblick auf den Genfer See

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Auberge de Sonchaux
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Chateau Chillon am Genfer See
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Die Dents du Midi überm Genfer See

Über eine andere Varianten rasten wir mit Karacho steil den Berg nach Montreux runter. Bei einem Ampelstopp genossen wir einen tollen Blick von oben auf das berühmte Wasserschloß Chateau du Chillon, eine der Hauptattraktionen der Schweiz. Vom Abfahrsrausch getrieben verpassten wir den Abzweig zur Juhe, den Armin bereits alleine nahm. Nach kurzer Strecke am See trafen wir wieder zusammen.
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Abends flanierten wir an der Seerpromenade am Casino von Montreux vorbei bis zur Gedenkstatue von Freddy Mercury, der hier seine zweite Heimat fand. Das WM-Spiel Schweiz – Frankreich fand nicht wie erwartet mit großen Public Viewing statt – die aufgebaute Bühne war für den STIHL-Timpersports-Worldcup aufgebaut – sondern nur im kleinen Rahmen. Die Stimmung war verhalten. Erstaunt waren wir über den Torjubel der Zuschauer, nicht für die Schweiz, sondern für Frankreich!

 

Tag 3 Montreux – Brienz (160 km)

Der dritte Morgen begann ebenso schön wie die vorigen. Nach einer Besichtigung des Velodroms der UCI mit interessanten Fotos der Tour de France-Geschichte ging es zunächst über Kopfsteinpflastergassen durch das beschauliche Weinstädtchen Aigle, der Partnerstadt Tübingens.

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Genfer See in Montreux
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Velodrom am Hauptsitz der UCI
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Anstieg zum Chateau Aigle
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Chateau Aigle

Armin und Jürgen fuhren kurz darauf die mit 12 % steilere, aber schönere und einsamere Variante über Les Agites.
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Weinberge über Aigle im Anstieg zum Les Agites
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Col des Mosses

Das Peloton fuhr gemächlicher die lange Steigung zum Col des Mosses hinauf. Nach der Abzweigung der Straße zum Col du Pillon, die wir links liegen ließen, tauchten die Schneeberge des Diableret-Massivs auf. Die Gruppe zog sich immer mehr auseinander. Meine Beine wurden trotz der Sonchaux-Schinderei immer besser, so dass ich oben raus noch Gas geben konnte.
Am Col du Mosses sammelten wir uns, bis auch schließlich Armin und Martin mit dem Bus eintrafen. Jürgen war nicht erreichbar und galt als vermisst. Eine flotte Abfahrt, immer wieder gestört durch heftigen Gegenwind, brachte uns 400 HM tiefer nach Chateau d’Óex, wo die heldenhaften Einkäufer Schweizer Leckereien für unser rollendes Gelage nachkauften. Inzwischen erreichten wir per Händi Jürgen, der „aus Versehen“ oder durch Ablenkung einer Schweizer Triatletin den Umweg über den Col du Pillon nahm.
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Beim International Airport in Saanen, berühmt wegen seines Blue Tower, trafen wir nach einer schönen Strecke über wunderschöne Bergwiesen wieder zusammen. Eine steile heiße Rampe führte uns zu einem kleinen Pass auf den Saanenmöser hinauf. Dort halfen Jürgen Schweizer Näherinnen, mit Hilfe eines Tapes den Batteriedeckel des Leistungsmessers zu fixieren. Nach einer weiteren Verpflegung ging es erst steiler, dann gemächlicher ins Simmental runter. Hier bließ uns ein kräftiger Ostwind entgegen, der anstrengende Führungsarbeit und diszipliniertes in Reihe fahren erforderten. Karen schützte sich vor den Schweizer Schießübungen – die Schüsse knallten rechts und links sehr nah von uns – durch Tragen der Eidgenössischen Fahne.
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Blümlisalp
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Anstieg nach Aeschi

Unbeschadet kamen wir nach Spiez, wo wir nach Armins Maxime die Hauptstraße am Thuner See vermieden (dort gibt es noch Thunfische) und statt dessen – angestachelt von Joachim und Jürgen – im Stil eines Bergzeitfahrens die 200 HM nach Aeschi hochknüppelten. Dort wurden wir durch prächtige Brunnen vor dem historischen Rathaus belohnt, die zum Plantschen einluden.
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Mauken in Aeschi
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Jungfrau

Eine flotte Abfahrt brachte uns an den Thuner See runter und danach durchs mondäne Interlaken. Dort flanierte ein Scheich mit seinem verburkaten Harem vor einem Luxushotel, im Hintergrund die Jungfrau.
Der letzte Abschnitt ging in schneller Fahrt mit Tempo 40 – angetrieben von Lokomotive Armin – am ruhigen nördlichen Seeufer des Brienzer Sees bis zu unserer idyllischen Unterkunft, der Juhe mit Garten und Seezugang. Bei einem Abendschwimm mit Alphornbläsern, die Sonnwend feierten, erholten wir uns von unserer Königsetappe die 2.000 HM von uns abverlangte. Im Keller der Juhe trafen sich dann die Fußballfans, die das Spiel Deutschland gegen Ghana verfolgten.
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Brienzer See
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Brienzer See bei der Juhe

Tag 4 Brienz – Schaffhausen (160 km)

Am Morgen des letzten Tages ging es gleich mit dem Brüningpass 500 HM bergauf. Die frühaktiven Jürgen und Joachim nutzten die Gelegenheit zu einem Ausscheidungsrennen. Der Rest fuhr im Morgentran gemütlich hinterher. Danach begeisterte der Lungerer See durch seine türkisblaue Farbe.

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Anstieg zum Brünigpass
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Lungerer See
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Dank Armins Navigationstalent fuhren wir eine sehr kleine, asphaltiertet Straße sehr schön nach Giswil und den Sarner See hinunter. Beim Vierwaldstädter See kam dann die erste Verpflegungspause. Mit permanentem Seeblick ging es dann nach Luzern, wo wir an der berühmten Kapellbrücke (im Hintergrund der Hausberg Pilatus) vorbeifuhren.
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Überaus kleine schnuckelige Sträßchen führten dann aus den Alpen hinaus ins fruchtbare Mittelland. Bei einer weiteren Pause übernahm ich unser Begleitfahrzeug, dass sich unglaublich leicht und komfortabel steuern ließ. Die Pfeiler mussten einige Täler und Höhenzüge kreuzen, um bei Oberehrendingen zur nächsten Verpflegungsstation zu gelangen. Etwas irritiert, jetzt wieder zu den radelnden Wesen zu gehören, ging ich mit Vorfreude auf den Rest der Etappe.
Wir überquerten den Rhein bei Hohentengen, um ihn schließlich beim Rheinfall wieder zu sehen. Dort feierten wir die phantastischen vier Tage mit Cafe und Eisbechern und verabschiedeten uns voneinander. Armin gebührt für seine unglaublich aufwändige und gelungene Routenplanung und den ganzen Vorbereitungsaufwand ein riesen Dankeschön und wurde mit entsprechendem Applaus geehrt. Danach trennten sich die Autofahrer von den Zugfahrern. Die Fraktion der Zugfahrer quetschte sich zusammen mit den Soutside-Besuchern in Horb in den Sardinenbüchsen-Zug mit nur einem Abteil und kamen dennoch happy in Tübingen an.
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Abschluss der Tour am Rheinfall (auf dem Bild fehlt Harald, der auf dem letzten Teilstück das Begleitauto fuhr)