Alb-Traum Gruorn

Geschrieben von Armin Huber.

Alb Traum Gruorn 2016

Einen Alb-Traum der besonderen Art gab es ganz kurzfristig mit einer Tour nach Gruorn auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen.
Und endlich gab es mal wieder eine trockene Sonntagstour, wenn auch teils recht kühl.

Der im Rennradprogramm für den 19. Juni angesetzte Alb-Traum musste vom Organisator Moritz leider kurzfristig abgesagt werden, und so bastelte ich flugs einen alternativen Alb-Traum mit ein paar Streckenteilen, die noch nie mit einer Pfeilgruppe gefahren wurden. Der Charakter der Tour änderte sich etwas vom Albanstiege in Reihe fahren zu mehr Alberlebnis.

Los geht es auf der leicht abgeänderten Kirschblütentourstrecke, in den Weinberg über Metzingen und dann den anspruchsvollen Anstieg zum Flugplatz Hülben hinauf, wo uns oben auf der Alb die Sonne empfängt.
Über kleine Wellen fahren wir über die Alb und die lange Abfahrt nach Seeburg hinunter.
Der folgende Anstieg über das Hofgut Uhenfels ist relativ unbekannt (Beschreibung und Profil auf Quaeldich), ich hatte ihn vorletztes Jahr bei einer kombinierten Probefahrt befahren (ab Bild 25).

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Weinberg über Metzingen
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Sonne oben am Albaufstieg beim Flugplatz Hülben
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Vorm Hofgut Uhenfels
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Hofgut Uhenfels


Der Anstieg führt bis an den Rand des ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen, in den wir dann von Trailfingen hineinfahren. Ein so ursprüngliches (und zudem autofreies) Alberlebnis findet man wohl sonst nirgends mit dem Rennrad. Unseren Einkehrstopp machen wir im ehemaligen Ort Gruorn. Die 665 Einwohner des Dorfes wurden 1939 für die Erweiterung des seit 1896 bestehenden Truppenübungsplatz Münsingen zwangsumgesiedelt, von den Gebäuden stehen heute nur noch die Stephanuskirche und das Schulhaus (Einkehr sonntags 11-18 Uhr zwischen Ostern und Allerheiligen)

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Luftbild im Schulhaus von Gruorn im Jahr 1936, grün markiert habe ich die beiden noch stehenden Gebäude.

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Pfeilgruppe vor dem Schulhaus in Gruorn

Kurz nach Gruorn ist dann die Gruppe mit 16 TeilnehmerInnen am größten, da zweimal für ein früher zurückfahrendes Pfeilmitglied wenig später zwei neue zur Gruppe dazu kommen.
Sehr empfehlenswert ist die Runde übers Obere Böttental, am Alten Lager vorbei, hinauf Richtung Gänsewag, wo man bei guter Sicht auch die Alpen erblicken kann, und weiter nach Trailfingen.

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Richtung Trailfinger Kopf
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Im Oberen Böltental
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Die Wahrscheinlichkeit auf eine Schafherde zu treffen ist relativ hoch, hier nach dem höchsten asphaltierten Punkt (ca. 850 m).
Kurz danach kommt der schönste Teil der Abfahrt mit einer Aussicht, die man kaum mit der Kamera festhalten kann, man muss es einfach selbst erleben.


Danach folgen noch etliche weitere autofreie Kilometer und mehrere Wellen auf der Alb, bevor wir dann mit der Stoppomat-Strecke den letzten längeren Anstieg und danach eine noch viel längere Abfahrt Richtung Tübingen haben.

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Sehr schöne Aussicht auch im Anstieg zum Eisenrüttel
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Auf der Stoppomat-Strecke zur Nebelhöhle


Weitere Bilder auf Picasa
Strecke auf GPSies (ca. 130 km, 1850 Hm)

Bei der nächsten Tour nach Gruorn, die am 7. August als verlängerte Permanente RTF Zum Schloss Lichtenstein geplant ist, haben wir dann hoffentlich sommerliches Wetter.
(Strecke wird ähnlich wie bei der Tour von 2014 über Schloss Grafeneck sein)