16 Starter beim Neckartäler Sägeblatt

Geschrieben von Moritz Pfeiffer.

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen erlebten 14 Fahrer und erstmals zwei Fahrerinnen beim 2. Neckartäler Sägeblatt einen tollen Tag im Sattel – Riesen-Kuchenstücke inklusive.

 

Das Neckartäler Sägeblatt wächst. Nach 12 Startern bei der ersten Austragung im Vorjahr, von denen neun die gesamte Runde absolvierten, waren es 2015 16 Starter. 14 von ihnen fuhren alle 10 Anstiege im Neckartal, die Gesamtstrecke betrug 120 Kilometer mit gut 1.900 Höhenmetern. Unter viele Pfeiler mischten sich auch wieder einige Gastfahrer, die via E-Mailliste oder Internet auf das Angebot des RV Pfeil Tübingen aufmerksam geworden waren.

Bei angenehmen äußeren Bedingungen führte die Strecke von Tübingen nach Rottenburg und in die ersten Anstiege nach Schwalldorf und Wachendorf. Als kleine Streckenänderung ging es hier geradeaus nach Eyach, der steile Anstieg durch das Eulental wurde diesmal ausgelassen. Die Holzgasse nach Rohrdorf und das kleine Sträßchen aus Horb zu den Isenburger Höfen markierten in diesem Jahr die Anstiege drei und vier. In den Serpentinen nach Priorberg waren Streckenlänge und Höhenmeter erstmals deutlich in den Beinen spürbar. Als Entschädigung gab es im Wasserschloss Glatt die gewohnt großdimensionierten Kuchenstücke, die für neue Kraft sorgten.

Bereits hier zur Halbzeit der Tour konnte man ein erstes positives Fazit ziehen: Die Gruppe harmonierte trotz ihrer Größe sehr gut, auf den flacheren Passagen zwischen den Anstiegen wurde diszipliniert und gleichmäßig gefahren. Die Heißsporne unter den Startern nutzten an den Anstiegen die freie Fahrt, um sich auszutoben und die inoffizielle Bergmeisterschaft auszufahren, ansonsten blieb bei ruhiger Fahrweise genug Luft für Gespräche, Witze, alte und neue Freundschaften.

Nach der Pause ging es gleich hinauf Richtung Sulz und über einen schönen Höhenweg mit tollen Blicken auf die grünen Hügel und gelb blühenden Wiesen nach Fischingen. Der eher flache Anstieg nach Empfingen stellte kein großes Problem dar, und das Flachstück von Bad Imnau nach Börstingen bot Gelegenheit, Kräfte zu sammeln für die drei finalen, steilen Anstiege Richtung Schloss Weitenburg, zum Hundehotel Haase und zur Wurmlinger Kapelle. Letztere entpuppte sich auch bei der zweiten Austragung als gemeiner Wadenbeißer. Umso größer waren oben Glücksgefühle und Stolz.

Neckartäler Bergkönig wurde 2015 Gastfahrer Uwe. Und der gellende Schrei von Wolfgang, der zwischenzeitlich das Peloton aufschreckte, war nicht einem Krampf geschuldet, sondern dem via Miniradio mitverfolgten Führungstreffer des VfB Stuttgart gegen den HSV ;-)

Ein herzlicher Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und bis zur nächsten Sägeblatt-Auflage 2016!