Alpenbrevet 2014, I did it!

Geschrieben von Siegbert Jehle.

Intro

Birgit, Resi und Angela nach dem goldenen Alpenbrevet mit den 4 Pässen: Grimsel, Nufenen, Gotthard, und Sustenpass, insgesammt 5294 Hm auf 172 km, überglücklich im Ziel. Erfolgreich teilgenommen haben auch Michael ( Silber-)und Matthias Stempel ( Gold-Alpenbrevet). 

 Start

Start in Meiringen um 6:45 Uhr bei noch "angenehmen" 12°C mit dem "Hahn im Korb" Michael. Hier war noch alles in Butter. Doch oben auf dem Grimselpass wurde es bewölkt und die Abfahrt nach Ulrichen schon ziehmlich kalt.

Nufenen

Am Nufenenpass blinzelzte kurz die Sonne durch die Wolken, und hielt sich noch bis hinab nach Airolo.

Pflaster               Kehren

 Die 13,1 km lange Auffahrt zum Gotthard Pass (2106 m)  führt auf der alten Poststrasse hoch, die unter Denkmalschutz steht. Diese ist in Streckenabschnitten mit insgesamt 6 km Kopfsteinpflaster bedeckt, was einem die 7-10 % Steigung nicht gerade erleichtert. Dafür entlohnt der Blick hinab auf die 32 Kehren.

 Resi

Oben angekommen empfängt uns leider schon wieder dichter Nebel und eine alles durchdringede feuchte Kälte. Nicht lange verweilen, sondern schnell abwärtsfahren, in der Hoffnung, dass es doch irgendwann wieder wärmer wird. An der Verpflegungstelle unten in Andermatt heißt es dann, erstmal Energie tanken, sich an heißer Brühe laben und ausruhen, bevor es die hässlichste aller hässlichen Strecken der Schweiz hinab über Göschenen nach Wassen geht. Augen zu und durch,- auch durch den nun langsam einsetzenden Regen...       Zum Glück gehts links dann wieder das schöne Maiental die 18 km und 1294 Hm hoch auf den Sustenpass (2224 m) Doch das Tal zieht sich zäh. Und immer wieder sieht man Nebelschwaden, die die schöne Landschaft verhängen. Endlich: noch ein letzter düsterer Tunnel und...dann: Nebel.

Nebel neu      Angela

Selten hat man so dichten Nebel gesehen wie hier. Man sieht die Hand vor Augen nicht. Weniger als 10 m Sichtweite ! Wie soll man hier auch wieder herunterkommen ?! Im Schritttepo tasten wir uns am rechten weißen Markierungsstreifen mit zig anderen Radlern den Hang hinab. Man hat das Gefühl man fällt ins Bodenlose. Nach ca. 5  unendlich langen km lichtet sich der Nebel endlich und gibt die Sicht in das noch 25 weitere km hinabführede Gadmertal frei. Eisige Kälte und trofende Feuchitgkeit begleitet uns. Jetzt heißt es treten was das Zeug hält, damit die schon tauben Finger und klammen Füße nicht vollends abfallen. Vorbei an zahlreichen am Straßenrand stehnden Radler, die sich die toten Finger reiben.. Nur treten treten weiter weiter.. "nur die Harten komm in Garten"..Endlich.. bei Innertkirchen gibts noch einen kleinen "Sandhügel". Hier fliegen wir noch rüber. Er rettet die Glieder vor dem nahen Tod. Und dann kommt endlich Meiringen und wir haben es geschafft.  War doch gar nicht so schlimm, oder ? Am Schluss treffen wir Mädels uns glücklich im Ziel. Die Jungs waren leider schon zu Hause.

Ziel

Und das waren unsere Zeiten: Matthias Stempel: Gold-Brevet, Männer: 7:14:09 ; Platz 12; Birgit Grandjot: Gold-Brevet, 8:50.56 ; Platz 8; Angela Schmidt: Gold-Brevet: 9:31:09; Platz 15; Resi Zepf: Gold-Brevet, 9:35:30, Platz 17. Michael Stempel: Silber-Brevet:5:53:29 Platz 53.

Text Birgit Grandjot, Bilder Siegbert Jehle, Michael Stempel