"Belchen satt" - Eine Permanente in einer anderen Dimension

Geschrieben von Andreas Herrmann.

Panorama

620 km, 12.400 Höhenmeter, 54 Stunden Zeitlimit. Das sind die nüchternen Fakten für einen der großen Selbstversuche im Amateur-Radsport. Der Autor hat es "selbst versucht". 

  

Auf dem endlosen Anstieg zum Chasseral 

Sogenannte "Permanenten" kennen wir aus der Welt der Radtourenfahrten (RTFs). Hierbei gilt es, selbstständig eine vordefinierte Strecke abzufahren und als Beleg für den zurückgelegten Weg Fotos oder Stempel als Beweise vorzulegen. Auch in der Welt der Langstrecken-Radler bzw. Randonneure gibt es eine solche Variante, hier "Super-Randonnée" genannt.

Super-Randonnées sind Permanenten, die vom Audax Club Parisien veranstaltet, kontrolliert und homologiert werden. Sie führen auf einer Strecke von etwa 600 Kilometern Länge mit einem Gesamtanstieg von mindestens 10 000 Höhenmetern durch die grandiosen Landschaften verschiedener Bergregionen.

Die einzige deutsche Super-Randonnée "Belchen satt" führt über 620 km und 12.400 Höhenmeter durch Schwarzwald, Jura und Vogesen und wurde ausgeheckt und betreut von den Freiburgern Langstreckenradlern des ARA Breisgau.

 

Brunnen

Ohne Brunnen wäre ich der drückenden Hitze im Jura zum Opfer gefallen

Die Regeln (Zitat von der Homepage des Veranstalters www.ara-breisgau.de):

Super-Randonnées können in zwei Kategorien absolviert werden:
- die Touring-Variante: die Gesamtzeit beträgt 7,5 Tage (etwa 80 Kilometer pro Tag).
- als Randonneur-Variante: das Zeitfenster ist abhängig von der Zahl der Höhenmeter, auf der Grundlage von 50 Stunden bei 10 000 Metern
Anstieg und einer Stunde zusätzlich für jede weiteren 500 Meter Anstieg.

Beispiel:
von 10 000 m bis 10 499 m: 50 h
von 10 500 m bis 10 999 m: 51 h
von 11 000 m bis 11 499 m: 52 h
(...)
von 15 000 m bis 15 499 m: 60 h

Eine Super-Randonnée kann jederzeit im Laufe des Jahres gefahren werden. Ungeachtet dessen hat sich der Teilnehmer in Anbetracht des bergigen Charakters der Strecke zu versichern, dass die Straßen zum Zeitpunkt seines Versuchs befahrbar sind.


Soweit die Fakten. Sie sollen an dieser Stelle genannt werden, denn der Erlebnisaufsatz des Autor ist sehr subjektiv und erwähnt diese nur am Rande.
Wer neugierig geworden ist, ob und wie diese Herausforderung bewältigt wurde, kann dies gerne auf der Homepage des ARA Freiburg machen:

Geduld, Geduld, das Schlimmste kommt noch - Belchen satt 2014

 

 Kneipe

 Gott sei Dank Trägerhose

Die Photos auf dieser Seite stammen von meinem Tourbegleiter Urban Hilpert. Herzlichen Dank!