Dirty Race Duathlon 2014

Geschrieben von Artöm Bazilyuk.

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Dirty Race - Tough enough??

Es war Lukas und mein erster Duathlon. Wir hatten viele Fragen: Wie läuft das in der Wechselzone ab? Klamotten zum Laufen oder zum Radfahren anziehen? Wie vorbereiten? Hinterher ist man immer schlauer.

 Bike vorher

Artöm's Bike vorher

Streckenplan kl

Streckenplan

Start war am Samstag den 25.1.2014 um 13:30 in Murr. Nicht einmal 200 Teilnehmer waren gemeldet. Ein vergleichbar kleines Event. Es galt drei Distanzen zu bewältigen, 5 Km Laufen, 15 Km Radfahren und wieder 4 km Laufen. Es hatte wohl vorher tagelang geregnet, doch an diesem Tag blieb der Regen aus.
Startschuss. Ich habe ein gemütliches Tempo drauf, die Masse zieht vorbei, ich weiß aus Erfahrung, euch hole ich mir gegen Ende. Nach einem Kilometer drehe ich mich um und sehe nur zwei Personen hinter mir. Also Tempo anziehen. Die erste Laufpassage war ganz schön, es ging entlang der Murr, jedoch unspektakulär.

Lukas nacher kl

Lukas in der Wechselzone

Dann kam ich in die Wechselzone, die Radständer waren fast leer, ich entdecke mein Rad, wechsle Schuhe, ziehe Handschuhe und Helm an, nebenbei wird ein heißer Eistee getrunken und schon gehts aufs Bike. Nach etwa einem Kilometer kommt „die Rampe“, eine Steilpassage mit vielen Zuschauern. Endlich überhole ich welche. Dann kommen abwechselnd Schlamm- und Schotterpassagen. Es wirkt so, als hätte man den Schlamm extra hergebracht. Wirklich. So etwas kenne ich wirklich nicht, weder von anderen Rennen, noch von den heimischen Trails. Man sank etwa 15 cm ein und rutschte beim Fahren hin und her. Doch ich schaffte es immer mehr Mitstreiter einzuholen. Laufen fällt mir nicht so einfach, Radfahren doch schon eher.
So zogen sich die 15 Km in zwei Runden etwas, doch es wurde nie langweilig, man war immer damit beschäftigt nicht hinzufallen und sich den Schlamm aus den Augen zu reiben um wieder etwas zu sehen.
Wieder aus der Wechselzone ging es erneut ans Laufen, kein so gutes Gefühl für die Oberschenkel, doch ich schaffte es mich nicht mehr überholen zu lassen. Nach 1:48:15 Stunden kam ich ins Ziel, Lukas schaffte sogar 1:41:05 Stunden. Der letzte erreichte nach knapp zwei Stunden die Ziellinie.
Etwas schade fand ich das Helmkameraverbot, ich hatte extra nachgefragt, die offizielle Begründung war: „Falls man stürzt und sich bei einer anderen Person mit der Kamera verhakt, könnte es gefährlich werden.“ Aber gegen meine Ergon Lenkerhörnchen hatte keiner etwas.

Artöm nacher kl

Artöm in der Wechselzone

Bike nachher

Artöm's Bike nachher

Es gab genug Dampfstrahlreiniger, jedoch war die Schlange wie gewohnt lang und ausdauernd. Auch wenn Kärcher, einer der Sponsoren mit Sitz ganz in der Nähe. Es muss wohl am Ländle liegen, dass noch der letzte Winkel des Schaltauges sauber gemacht werden soll, bevor man wieder aufs Rad steigt und den Heimweg durch den Schlamm antritt.
Freundlicherweise wurden die roten Würste neben der Startlinie gegrillt, so hatte man immer einen angenehmen Duft in der Nase und freute sich aufs Ziel. Unerfreulicherweise waren die Würste dann jedoch ausverkauft und wir mussten uns mit einer Gulaschsuppe begnügen. In meiner habe ich etwas das Gulasch vermisst.
Das Rennen war auch etwas zu sportlich angehaucht, ich habe die lustig verkleideten, spaßbikefahrenden und 70 jährigen Spaßsportler vermisst. Es hatten eigentlich fast alle ein „Verein Sonstwoher Triathlon“ Shirt an und die Frage nach den Stecknadeln für die Startnummer wurde mit: „Ich schaue mal, normalerweise haben doch alle einen Startnummernhalter dabei“, beantwortet.

Alles in allem ein sehr nettes Rennen, sehr zu empfehlen, wir beide hatten sehr viel Spaß.

Artöm 2

Schlamm macht glücklich

Lukas

Lukas ist schon voller Vorfreude

Lukas Bericht:
Artöm und ich waren schon um ca 11.00 Uhr am Startpunkt angekommen. Wir konnten uns in Ruhe umschauen und fachsimpelten über Dinge wie die Haltegitter in der ca. 150m langen Wechselzone und ich staunte was für Geschoße die versierteren Athleten an ihren Wechselzonenplätzen aufstellten , wir merkten schnell das bei den Triathleten die beim diesjährigen Murr Cross Duathlon antraten der Wechsel von Laufen auf Radeln die vierte Disziplin genannt wird! Ich freute mich sehr auf die ungewohnte Kombination. Doch mein Plan auf dem Mountainbike die Zeit von den Laufabschnitten reinzuholen ging überhaupt nicht auf. Auch wenn es Spaß gemacht hat, ich hätte die Radstrecke nicht für ein Jedermannrennen freigegeben, die Gefahr böse zu stürzen war einfach zu hoch. Und Tempo machen war beim Biken nicht möglich. Mein Highlight war ein gelungener Schlusssprint bei welchem ich noch zwei Kontrahenten überholen konnte! Bei weniger schlammigen Bedingungen weiter zu Empfehlen! Nächstes Jahr gerne wieder aber mit besserer Vorbereitung! Alles in allem war es ein tolles Event mit einem tollen Teampartner! Ich hoffe wir haben den RV Pfeil würdig vertreten. Glückwunsch auch an Pfeilkamerad Rüdiger zum erfolgreichen Finishen!