Der Bergzeitfahrer- Eine aussterbende Art

Geschrieben von Arbeitsgruppe BZF.

heute2103 kl
Abbildung 1 (drastischer Rückgang der Population)

Da die Spezies Bergzeitfahrer vom Aussterben bedroht zu sein scheint, wurde eigens ein Sonderforschungsbereich-BZF (SFB-BZF) eingerichtet.
Der ersten Erkenntnisse konnten nun publiziert werden.

Der Bergzeitfahrer- Eine aussterbende Art

Die sommeraktive Spezies des Tübinger Bergzeitfahrers ist zuletzt in immer geringeren Stückzahlen (Abbildung 1) aufgetreten.
Vereinzelte Exemplare trauen sich noch für wenige Minuten im Monat im Zentrum Tübingens ihren Aktivitäten nachzugehen.
Die einst aus dem hohen Norden angereiste Versuchsleiterin Karen hat immer mehr Schwierigkeiten ihre treuen Assistenten Horst und Georg für die Mitarbeit zu begeistern.

Tabelle 1Tabelle 1 (Teilnehmer 2010)  

Tabelle 2
Tabelle 2 (Teilnehmer 2013)   

 

Tabelle 3Tabelle 3 (Teilnehmer seit Beginn des BZF)

Wo einst monatlich teilweise lange Listen von Forschungsergebnissen präsentiert wurden (Tabelle 1) steht manches mal gar nichts mehr Tabelle2 / 23.05.).
Ein möglicher Grund des Rückgangs der Population könnte sein, dass dieses Jahr kein einziges weibliches Exemplar (Abbildung 3) gesichtet wurde.

8.10 kl
Abbildung 2
(große Gruppe der Spezies 2010)

9.11 kl
Abbildung 3
(weibliche Population 2011)

Ursächlich sind wohl auch die harten Lebensbedingungen auf der Waldhäuser Straße.
Auch vermeintlich starke Exemplare scheuen den Wettstreit mit ihren Artgenossen, da sie ihre sonst gerne genutzten Vorteile des Lutschens bis zum Berg oder minimalistische Zusatzausrüstung nicht zur Geltung bringen können.
Auch vermehrte dienstägliche Ausflüge zu den freundlichen Sommerweiden des Kalkofens mit der Möglichkeit, sich weitgehend unbemerkt vor dem bösen Stempelkarteneinwurf davon zu schleichen zeigten nahezu keinerlei Wirkung.

06.12

Abbildung 4 (die letzte große gesichtete RV Pfeil Gruppe im Juni 2012)

Gerade bei den im Tübinger Verein Registrierten ist der Rückgang dramatisch (Abbildung 2 und 4 zeigen die letzten großen Ansammlungen ihrer Art beim BZF).

Auch eine Analyse der möglichen neuen Aktivitäten wurde durchgeführt.
Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichsten Begründungen, weshalb man diesmal nicht mitfährt, wird vermutet, dass manche eine Nebentätigkeit als Bahnberater für neue Verspätungsgründe anstreben.
Und eigentlich liegen einem die längeren/kürzeren/steileren... Anstiege sowieso mehr, je nachdem was gerade nicht gefahren wird.

Um die Spezies vor dem Aussterben zu bewahren werden noch einmal alle Kräfte mobilisiert.
Eine Expeditionsgruppe des RV Pfeil machte sich Ende September auf in Richtung Höchsten, wo es noch größere Bestände von Bergzeitfahrern geben soll.
Es besteht somit eine vage Hoffnung, die Population der Bergzeitfahrer bis zur 50. Ausgabe im kommenden Frühjahr zu mehren.