Ein erfolgreiches Wochenende in Rom

Geschrieben von Martin Koch.

Liebe Rennsportfreunde des RV Pfeil. Gestern erreichte uns dieser Bericht von Steffen über den ersten Weltcuperfolg seiner Karriere. Steffen, wir gratulieren dir zu deinen großartigen Erfolgen in bella Italia und freuen uns nun umso mehr auf die Paralympics in London.

Steffen im National-Trikot mit blauem Helm

Mein erster Weltcupsieg!

Dieses Pfingstwochenende fand der erste Weltcup des Jahres in Rom statt. Der Weltcup ist das erste große Kräftemessen dieser Saison. Das Zeitfahren fand in Ostia an der Küste statt. Dort waren drei Runden auf einem komplett flachen 5km Kurs zu absolvieren. Viele sagen, dies war ein fairer Kurs. Es gab eigentlich nur zwei lange Gerade ohne technische Schwierigkeiten. Da hieß es dann einfach nur draufdrücken.

Ich kam beim Zeitfahren auf den Fünften Rang mit nur 15 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz und war damit sehr zufrieden. Flache Zeitfahren liegen mir ja eigentlich nicht so, aber ich denke, ich konnte mich auf diesem Terrain schon ein wenig verbessern und ich hoffe, dass ich in naher Zukunft noch weiter nachlegen kann. Mit dem Bewusstsein schon im Zeitfahren eine ordentliche Leistung abgeliefert zu haben schauten wir uns am Samstag den Straßenkurs an. Dieser liegt im Herzen von Rom nur 500 Meter vom Kolosseum entfernt. Ein technisch sehr anspruchsvoller Kurs mit zwei längeren Anstiegen und vielen Kurven. Ein Kurs, der mir entgegen kommt.

Das Rennen der Klassen C1-3 wurde zusammen in einer Gruppe gestartet, es wurde von Anfang an Gas gegeben. Es folgte ein richtiges Ausscheidungsfahren. Jede Runde schrumpfte die Gruppe um ein paar Fahrer zusammen. Auf der letzten Runde war die Spitzengruppe auf nur noch 6 Fahrer reduziert. Und es war klar, dass die Entscheidung im Sprint fallen würde. Ich positionierte mich gut in der Gruppe und konnte den Sprint aus der Spitzengruppe heraus für mich entscheiden.

Sieg für Steffen Weltcup 2012 Rom

Dies war mein erster Weltcupsieg! Es war ein tolles Wochenende in Rom, mir gelang es, ein schweres Rennen für mich zu entscheiden. Auch im Hinblick auf London war dies nochmals ein entscheidender Schritt.


Das Wochenende vor dem Weltcup in Rom war ich beim Europacup in Piacenza. Dort war das Rennen nicht ganz so stark besetzt wie in Rom. Im Straßenrennen konnte ich dort den zweiten Platz belegen und auch im Zeitfahren wurde ich Zweiter. Diese beiden Rennen gewann jeweils ein Italiener. Den Europacup in Piacenza schloss ich somit auf dem zweiten Gesamtrang ab und diesen Schwung konnte ich erfolgreich mit nach Rom nehmen.