Erfolgreich bei Weltcup und Europacup

Geschrieben von Andreas Braun.


Paracycling-Weltmeister und Pfeil-Mitglied Steffen Warias setzt seine Erfolgserie fort: Beim Europacup in Gippingen (Schweiz) gewann er das Straßenrennen und beim UCI Weltcup in Segovia (Spanien, Foto oben) wurde er Zweiter.
Lieber Steffen, der RV Pfeil freut sich mit dir!

Hier Steffens Bericht zum Europacup in Gippingen:

"Am 3./4. Juli 2011 war der Europacup in Gippingen mein Heimrennen in der Schweiz. Der Kurs ist sehr schwer und bergig – also genau richtig für mich. Ich hatte mir auch entsprechend viel vorgenommen. Die Strecke kannte ich gut ich hatte Sie vor zwei Wochen nochmals angeschaut – und sie ist wie gesagt bergig. Im Zeitfahren konnte ich den 4. Platz einfahren. Nur eine Sekunden hinter dem Zeitfahrweltmeister – schade es war sehr knapp. Im Strassenrennen hatte ich mir viel vorgenommen und wollte unbedingt gewinnen. Meine Freundin Antoinette, mein Bruder Martin und meine zwei Freunde Hannes und Jona sind an die Strecke gekommen um mich anzufeuern. Das gab mir noch ein wenig mehr Kraft. Aber zurück zum Strassenrennen. Gestartet wurden die Klassen C1-3 zusammen. Das Tempo war von anfang an ziemlich hoch und am Berg wurden schon einige abgehängt. Es waren 5 Runden à 10 km zu fahren mit jeweils 180hm. Ich konnte das Tempo gut mitgehen und fuhr auch oft durch die Führung. Ende der vorletzten Runde wollte keiner nach vorne fahren somit führte ich das Feld in die letzte Runde. Am Anstieg wollte keiner fahren somit fuhr ich den ganzen Berg von vorne und erhöhte das Tempo stufenweise. Auf den letzten paar hundert Meter des Anstieg gab es noch eine Steile Rampe, hier attackierte ich und gab Vollgas. Durch diese Attacke konnte ich alle Verfolger abhängen. Jedoch waren es noch 2 km bergab und 3 flach ins Ziel. Ich gab alles aber meine Verfolger kamen immer näher. Im Ziel hatte ich noch ca. 30 Meter Vorsprung und konnte einen Solosieg feiern. Im Ziel war ich total fertig aber sehr, sehr glücklich. Gesamt belegt ich den 4. Rang die das die Plätze von Zeitfahren und Strassenrennen addiert wurden. Die Addition der Plätze ergab für die ersten Vier für alle fünf Punkte. (Bei mir Zeitfahren 4 und Strassenrennen 1). Schade ich habe den Gesamtsieg um 1 Sekunde verpasst.

Ich bin super glücklich das Strassenrennen als Solosieger gewonnen zu haben.

Das ganze deutsche Team hat eine sehr starke Leistung abgeliefert mit ein paar Siegen und vielen Podestplätzen - Gratulation an alle."

 

Und hier der Bericht vom UCI Weltcup in Segovia am 12.6.11:

Auf einem flachen Kurs mit wenig Kurven wurde das Tempo von Anfang an sehr hoch gehalten. Das Feld war sehr unruhig und es wurde ständig attackiert. Warias fuhr ein sehr aufmerksames Rennen und hielt sich ständig im vorderen Bereich des Felds auf um auf Attacken reagieren zu können ebenso musste er immer wieder Löcher zufahren. Es schaffte jedoch keine Gruppe vom Feld wegzufahren. Dafür war die Strecke zu flach und das Feld zu stark. Auf den letzten Kilometern zeichnete sich ein Sprint des Hauptfeldes ab. Warias konnte sich gut positionieren und bog als Fünfter auf die 400 Meter lange Zielgerade ein. Im Sprint konnte sich Warias dann den zweiten Platz erkämpfen. Warias ist überglücklich über den zweiten Platz auf einem flachen Kurs da er eigentlich mehr bergige Strecken mag. Schon letzte Woche konnte er das Strassenrennen im schweizerischen Gippingen gewinnen und mit diesen beiden Erfolgen sein Weltmeistertitel bestätigen. Im Zeitfahren belegt er den Zehnten Rang. Beim Weltcup in Segovia konnte Warias und das gesamte deutsche Team wichtige Punkte für die Paralympics in London sammeln.

Hier noch der Artikel aus dem Schwäbischen Tagblatt vom 15.06.2011.