24-Stunden-Rennen: durch die grüne Hölle

Geschrieben von Urban Wiesing.


Pfeiler Urban bei Nacht
24 h Rennen auf dem Nürburgring! Was zunächst wie ein Autorennen klingt, hat uns gereizt: auf der Nordschleife des Nürburgrings, der alten F 1-Strecke, einen ganzen Tag (und eine ganze Nacht) um die Wette fahren – und zwar auf dem Rad.

Zusammen mit meinen Kollegen Ingo Autenrieth, Andreas Niess und Arnulf Stenzl, alle von der Universität, haben wir naheliegenderweise als das Team UniTü Treter angemeldet und uns zum 1. und 2. August in die Eifel begeben. Und mit uns knapp 3000 Teilnehmer: Einzelfahrer, 2er Teams und 4er Teams. Zudem jede Menge Renn-Formate: Von einer „Jedermann-Runde“ (22 km) bis zu den 24 h war Unterschiedlichstes im Angebot.


Die „grüne Hölle“ gibt sich zunächst geradezu himmlisch: Es geht bergab, eingerahmt vom Eifel-Wald, kein Autoverkehr, guter Asphalt, bestes Fahrrad-Wetter und wunderschöne Kurven, die allesamt ohne Bremse gefahren werden können. Doch alsbald unten in Breitscheidt angekommen, wird klar: Irgendwann muss es doch auch mal bergauf gehen. Und so liegen einige Höhenmeter vor dem Radfahrer, eine lange Steigung bis zu 13 %, dann ein Schwenk durch das Karussell, und plötzlich eine Steigung von 17 %. Spätestens hier wird der Nürburgring seinem Ruf als „grüne Hölle“ gerecht. Besonders nachts: Erschöpft und ermüdet sind die Steigungen schon eine Herausforderung.Doch es zahlt sich aus, die Strecke ist faszinierend, und das 24 h Rennen ein tolles Erlebnis.
 

Urban Wiesing (zweiter von rechts) mit Team

Das Ergebnis: Die UniTü Treter landen auf Platz 283 von 476 Teams, 24 Runden in 24:17:00.85 h. Aber das ist völlig egal, nach 24 h ist jeder ein Sieger.

Übrigens: Nächstes Jahr gibt es wieder ein 24 h Rennen in der „grünen Hölle“. Vielleicht mit einem Pfeiler-Team…?