schwarzwaldtour09®

Geschrieben von Klaus Greif.

Bericht zur Mai-Ausfahrt der Mountainbike Abteilung in den Nordschwarzwald

Freitag, 1. Mai 2009

Bei der bereits "traditionellen" (sprich: fünften) Maiausfahrt der Mountainbikeabteilung pedalierte die Rekordzahl von 17 rucksackbeladenen Bikern und Bikerinnen am 1. Mai auf verschlungenen Pfaden in Richtung Schwarzwald.

Auf der Hinfahrt führte uns Boris Nestle auf vertrauten Wegen bis Nagold, gen Eggenhauser Kapf hinunter nach Altensteig, wo wir wundersamerweise -und zu meiner Freude- direkt in einem Strassencafe mit richtig gutem Kuchen landeten!

 

Nagoldaufwärts im Hang, teils schiebend und tragend, dann die Nagold querend und ein richtig romantisch einsames Tal hinauf, an Simmersfeld mit seinem markanten Windpark vorbei, erreichten wir den Tageshöhepunkt (860 Meter) oberhalb des Tals der Großen Enz. Die aus den Vorjahren berüchtigt-unfallträchtige Abfahrt erwies sich -wissend gefahren- als recht harmlos und selbst der uns bis hierhin begleitende Armin auf seinem Trekkingrad ist vermutlich weiterhin nur schwer von der Notwendigkeit eines MTB zu überzeugen. Chapeau für seine fahrerische Leistung!

(Strecke: 76 km; Schnitt: 16,7 km/h; Anstieg: 1.226 m)

 

Unser Übernachtungsort Gompelscheuer (Ortsteil von Enzklösterle und direkt an der Quelle der Enz gelegen) empfängt uns mit der bereits gewohnten Idylle: Es ist noch Frühling, die Osterglocken und Forsythien und Anemonen blühen noch, Stille umgibt uns, der kalte Bach lockt zum "Mauken" (gleich Schweissfüsse baden!), kaum PKW, wenig Menschen, scheinbar unendliches Waldgebiet, vertraute Trails, Zimmer und Betten, die an vergangene Zeiten erinnern, unsere Wirtin Frau Frey, die sich über uns freut, ihr Mann, der uns beim Frühstück ein Gedicht vorträgt, und natürlich der jährliche Höhepunkt, die selbstgesammelt-gemachte Heidelbeermarmelade!

Leider ist das Abendessen bei "Rosi" im spaziergangentfernten Poppeltal insofern eine kleine Ent- täuschung, da es

  1. keinen "Wilderertopf" mehr gibt ( es scheint kaum mehr Wilderer zu geben. Schade, die haben sonst immer gut geschmeckt! ) und
  2. die Küche mit der grossen Zahl der Gäste koordinativ überfordert ist: während einige bereits Kaffee und Zigarren ordern, irren Oskars hungrige Blicke immer noch verzweifelt in Richtung Küchentüre! Na ja: wer bestellt auch schon so komplizierte Gerichte wie "Käsespätzle"!

Samstag, 2. Mai 2009

Die große Gruppe splittet sich heute auf: Boris und Sven fahren gleich morgens nach Tübingen zurück, Andreas, Karen, Lukas und Klaus versuchen sich an einer intensiveren Trainingseinheit (Forbach, Rote Lache, Gernsbach, Teufelsmühle, Eyachtal, Hohlohturm) und die große Gruppe fährt die etwas kleinere Runde über Hohlohturm, Grünhütte und Wildbad.

(Strecke: 79 km; Schnitt: 14,1 km/h; Anstieg: 2.395 m)

 

Bei sonnigstem Wetter sitzen wir gegen Abend dann alle recht zufrieden auf den Bänken in der Abendsonne vor dem Freyschen Haus, während Roland und Oskar sich noch per Bike auf die Rückfahrt gen Tübingen machen. Auch das Abendessen bei "Rosi" in Poppeltal ist heute wieder von gewünschter Güte: Reichhaltig und günstig, zeitnah serviert mit Salat zuerst und von gewünschter guter Qualität. Und: mit der Zahl der Aufenthaltstage nimmt auch der Konsum jener in kleinsten Gläsern ausgeschenkten, oft nach Himbeeren duftenden kristallklaren Flüssigkeit zu!

Sonntag, 3. Mai 2009

Nach reichhaltig-gutem Frühstück und dem obligatorischen Gruppenfoto starten wir zu zwölft über Poppeltal, Urnagold, Besenfeld, Schwarzenberg/Schönzmünzach, Silberberg zum Aussichtspunkt oberhalb des Huzenbacher Sees. Dann lange am Hang querend und über eine schnelle Schotterabfahrt hinunter nach Baiersbronn, wo wir uns nochmals kurz trennen. Die kleinere Gruppe fährt am Skihang die "direttissima" bergauf, die große Gruppe den Radweg "ganz eben" hinauf nach Freudenstadt, wo wir uns zum guten Schluß alle in der Sonne auf dem Marktplatz zum Essen treffen.

(Strecke: 42 km; Schnitt: 13,2 km/h; Anstieg: 1.290 m)

Günstig, pünktlich und aussichtsreich geht es mit dem Zug nach Herrenberg, von wo aus die Unermüdlicheren noch den Schönbuchrandtrail unter die NobbyNics nehmen und die anderen mit der Bahn noch gen Tübingen gleiten.

Meine persönliche Bikebilanz

221 km und 4981 HM und ein vom noch ungewohnten Biken leicht lädiertes Hinterteil.

Klaus Greif