Paris-Brest-Paris

Geschrieben von Armin Huber.

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Nach der Ankunft

Nach dem Abstempeln gehe ich wieder raus und erwarte die Zielankunft von Klaus Schulz. Er trifft eine halbe Stunde nach mir ein und ist Paris-Brest-Paris diesmal in 65:22 h gefahren. Bericht von Klaus Schulz
Wir unterhalten uns dann, auch mit ein paar anderen deutschen Randonneuren, die es ebenfalls schon geschafft haben.
Zunächst rufe ich noch bei den Daheimgebliebenen an, dass ich angekommen bin, sie wissen übers Internet aber schon gut bescheid.
Danach informiere ich mich kurz, wo meine Vereinskameraden gerade sind. Michael hat auf der Hinfahrt aufgegeben und Georg wird erst am nächsten Morgen ankommen. Am frühen Abend regnet es bereits wieder. Dann lege ich mich in der Turnhalle schlafen, was auch einige andere Randonneure tun bzw. schon getan haben.
Aber ich bin bereits vor 5 Uhr schon wieder wach, vielleicht weil ich die Ankunft von Georg nicht verpassen möchte, aber er ist erst um 5:41 Uhr an der Kontrollstelle in Dreux. Um 9 Uhr fahre ich ihm dann entgegen, wobei ich wegen dem teils bepflanzten Mittelstreifen aufpassen muß, ihn nicht zu verpassen. Nach etwa 10 Kilometern warte ich etwas länger als gedacht, bis er dann auftaucht. Die letzten 10 Kilometer bis ins Ziel fahre ich jetzt nochmal zusammen mit Georg. Er berichtet mir schon kurz von seinen Problemen, dass er nach der Anfangsphase nur noch im Sitzen fahren konnte.

Wieder mal an einer roten Ampel, Zeit zum Fotografieren


Georg Fenzke

Armin Huber

Georg Fenzke auf dem letzten Kilometer von P-B-P

Armin Huber und Georg Fenzke im Ziel
Georg Fenzke hat es in 84:39 h geschafft. Dass viele Teilnehmer das Zeitlimit voll ausschöpfen sieht man schon daran, dass in der Ergebnisliste noch über 1500 Finisher hinter Georg folgen.

Aber es ist schon eine große Leistung diese Strecke überhaupt innerhalb 90 Stunden zu schaffen, besonders bei diesen schlechten Wetterbedingungen.

Bereits das bei den Randonneuren als "Sprint" bezeichnete Brevet mit 200 km geht ja schon über die Vorstellung von vielen Leuten hinaus.


Etwas später mache ich mich dann wieder auf mit dem Fahrrad in Richtung Ostbahnhof, diesmal auf der anderen Seite der Seine. Bei dem trüben Wetter ist mir irgendwie nicht mehr viel an Stadtrundfahrt gelegen, wobei mir das Fahren in der Stadt ohnehin nur sehr begrenzt Freude macht.


Sonnenschein auf der Zugfahrt nach Straßburg
Während ich bereits im Zug Richtung Straßburg sitze, sind einige Randonneure noch auf den letzten Kilometern unterwegs.

Etliche Kilometer nach Paris scheint dann die Sonne ins Abteil und wärmt mich mit ihren Strahlen, als wollte sie mich auffordern noch etwas zu bleiben.

Au revoir, Paris-Brest-Paris


Viele Dank an
- Meine Eltern, die mich in Straßburg abgeholt haben
- Die Mitfahrer auf der Tour, bei den Brevets und den Trainingstouren, insbesondere Georg, Klaus und Michael
- Die vielen Helfer bei Paris-Brest-Paris
- Karl und Heidi Weimann mit Team für die schönen Brevets in Osterdorf
- Und natürlich allen, die die Sache im Internet verfolgt und die Daumen gedrückt haben

Also dann bis zum nächsten Mal
Paris-Brest-Paris 2011