Riderman - riding like a pro

Geschrieben von Joschka Gottesleben.

gruppenfoto klein

Letztes Wochenende sind wir zu sechst als RV-Pfeil Mitglieder beim Riderman in Bad Dürrheim gestartet. Das dreitägige Jedermann Event war wie viele Veranstaltungen 2020 ausgefallen und feierte nun sein Comeback. 
Unter den insgesamt 600 Startern fuhren Konstantin, Alex, Peter, Paolo, Jörg und Joschka an allen drei Etappen für den RV Pfeil, und als Verstärkung gesellte sich Maike als Tagesstarterin bei der dritten Etappe am Sonntag noch dazu.

 
 Außerdem traten die Damen des Team Stuttgart (unter anderem auch Hannah Fandel und Pia Kummer) in abschließenden Wettkämpfen der Lila Logistik Rad-Bundesliga der Damen an und mischten sich unter die Jedermann-Starter. Auch Ilsa Beig, die viele vielleicht vom Post SV kennen, fuhr das Jedermannrennen mit. Wir haben also im hektischen Rennverlauf zum Glück immer wieder vertraute Gesichter zu sehen bekommen.
 
 Konstantin Konstantin

Der Riderman startete am Freitag für uns mit dem Einzelzeitfahren über 16 km bei strahlendem Sonnenschein und glücklicherweise kaum Wind. Die Strecke des Einzelzeitfahrens hatte sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht verändert und begann nach einem flachen Kilometer mit der einzigen Bergwertung des Tages auf der Hirschhalde (3 km) und dann einer 5 km langen flachen Abfahrt zum Wendepunkt nach Oberbaldingen und wieder zurück. Für uns alle war der 5 km lange Aufstieg auf dem Rückweg der entscheidende Teil der Strecke, da es leicht bergan ging und es schwierig war, das Tempo zu halten.

 joschka Joschka

Am Samstag stand dann die erste Bergetappe an: 121 km mit 1990 hm auf einem sehr welligen Terrain im Schwarzwald mit 7 Bergwertungen. Darunter zwei überwiegend flache etwa 7 km lange Anstiege und einige steile Rampen. Wir hatten uns im Einzelzeitfahren verschiedene Startblöcke erfahren und konnten so im vorderen Drittel des Feldes starten. Die Startphase war für mich als wenig rennerfahreren Fahrer natürlich besonders aufregend und es war schwer, die Positionen auf den kleinen Straßen in Bad Dürrheim auf den ersten 15km zu halten. Am ersten 1km langen Anstieg mit 8,9% im Schnitt auf einer sehr engen Straße wurde das Feld auseinander gezogen und es kam zu Formierung mehrerer Gruppen. Zusammen mit Konstantin konnte ich mich in der 2. Verfolgergruppe halten. 

Peter  Peter

Die Spitze war bis zum zweiten steilen Anstieg noch in Sichtweite aber die Lücke nicht mehr zu schließen. Ab diesem Zeitpunkt gab es kaum noch flache Kilometer und es ging von einem Anstieg in den nächsten. Sowohl Konstantin als auch Joschka hatten Defekt und fielen aus der ersten Verfolgergruppe zurück. Die Spitze erreichte das Ziel nach 3:05:20 in Bad Dürrheim. Simon Betz vom MRSC Ottenbach konnte mit einem zweiten Platz im Sprint über Bonussekunden die Gesamtführung bei den Männern übernehmen. Konstantin konnte die Etappe in 3:25:18 als bester unserer Truppe beenden. In der Gruppe dahinter kamen Peter und ich ans Ziel, dicht gefolgt von Paolo und Alex.

 
 
 Etappe3 Start Panorama Start am Sonntag

Am Sonntag stand eine etwas flachere und kürzere Etappe an (100km, 1000hm),  an der nun auch Maike als Tagesstarterin teilnahm. Zunächst wurde eine kleinere Runde (30 km) mit drei Wellen gefahren, bevor es zur einer erneuten Ortsdurchfahrt durch Bad Dürrheim kam. Dort wurde das Feld von mehreren Tausend Zuschauern wieder empfangen. Durch das flachere Terrain war die Gruppe zu diesem Zeitpunkt noch sehr groß, und wir Pfeiler waren noch recht eng beisammen (nur Konstantin hatte zu dem Zeitpunkt wieder eine Reifenpanne und musste die Gruppe ziehen lassen). Kurz darauf wurde das Feld auf dem Weg nach Donaueschingen durch einen größeren Crash geteilt.

Etwa zur Hälfte des Rennens kam der erste längere Anstieg (7km, 3,2%) und das Feld wurde weiter verkleinert. Wir waren mittlerweile alle in kleineren Gruppen unterwegs in denen wir auch die weiteren zwei Rampen überstanden und noch vor dem angekündigten Regen in Bad Dürrheim ins Ziel einfuhren. In der Gesamtwertung der Männer konnte sich Ex-Profi Marcel Wyss aus der Schweiz (32. Platz bei der Tour de France 2014) mit 10 Sekunden Vorsprung knapp vor Simon Betz durchsetzen, während Ilsa Beig sich einen unglaublich starken fünften Platz im Gesamtklassement bei den Frauen und das Bergtrikot sichern konnte. Die RV-Pfeil Crew landete geschlossen in der vorderen Hälfte des Feldes in der Gesamtwertung und Maike konnte in ihrem ersten Rennen überhaupt einen starken 14. Platz am Sonntag herausfahren.


tabelle


Der Riderman war auch in diesem Jahr wieder super organisiert. Die Straßen waren durchweg für die Radfahrer abgesperrt, in der Feed-Zone konnte man sich mit Flaschen während des Rennens versorgen und den Rennverlauf konnte man sich später im Livestream anschauen (Auf der homepage des riderman, www.riderman.de sind die Videos noch verfügbar). Dafür setzte der Veranstalter neben Materialwägen und Verpflegungs-Motorrädern auch drei Kamera-Motorräder und einen Helikopter für die Livebilder ein. Den Livestream zum nachschauen kann ich sehr empfehlen, da sich an der Spitze ein spannender Kampf um die Gesamtwertung auf Profi-Niveau entwickelte.
 
Für uns war es auch abseits des Rennens ein sehr gelungenes Wochenende, mit abendlicher Pasta-Party in der Ferienwohnung und einem Thermenbesuch für die strapazierten Schenkel am Samstag Abend. Wir können jedem nur empfehlen im nächsten Jahr beim Riderman in Bad Dürrheim vorbeizuschauen.
Am 23. - 25. September 2022 wird es hoffentlich wieder so weit sein!

Abschluss
 Fotos: Team Riderman